Die Arbeit im Landesvorstand

Die grundsätzliche Aufgabe eines Landesvorstands (LaVos) ist es, die innerverbandliche Arbeit zu unterstützen, sei dies durch Koordination und/oder Organisation. Außerdem vertritt der LaVo den Verband nach außen.

Mögliche Aufgaben des LaVos im Detail:

  • Seminare organisieren bzw. unterstützen
  • Landesmitgliederversammlungen (LMVen) organisieren
  • Haushalt aufstellen
  • Ortsgruppen betreuen
  • Landesarbeitskreise (LAKs) betreuen
  • Kontakt zum Igel (Mitgliederzeitung)
  • Kontakt zum Bundesvorstand / zur Bundesebene
  • Kontakt zu Bündnis 90/Die Grünen
  • Auftritt auf Parteitagen der Grünen und anderen Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen
  • Pressearbeit
  • Einladen zu LaVo-Sitzungen (LaVoSis) und LMVen
  • Anfragen beantworten
  • Frauentreffen organisieren
  • Newsletter erstellen und verschicken
  • vieles freiwillig zusätzlich, z. B. Materialien erstellen, Demos organisieren, Kampagnen anstoßen, Vernetzung betreiben

Es finden wöchentliche Telefonkonferenzen und monatliche Vorstandssitzungen statt. Außerdem kommuniziert der jetzige LaVo über Mailinglisten. Die Arbeit im Vorstand ist definitiv lehrreich, ihr werdet euch schnell in die Arbeit einfinden und der Spaßfaktor ist garantiert.

Das sagt die Satzung:

Der Landesvorstand führt die laufenden Geschäfte des Landesverbandes im Rahmen der Satzung und der Beschlüsse der Landesmitgliederversammlung. Er vertritt den Landesverband nach außen und zur Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Der Landesvorstand besteht aus einem geschäftsführenden Vorstand und vier Beisitzer*innen. Der geschäftsführende Vorstand, besteht aus zwei Sprecher*innen, einer*einem Schatzmeister*in und einer*einem politischen Geschäftsführer*in. Die Ämter werden in der oben aufgeführten Reihenfolge gewählt. Die Sprecher*innenposten, der geschäftsführende Vorstand, sowie der gesamte Vorstand sind quotiert zu besetzen.

Der Landesvorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, in der seine politische und organisatorische Aufgabenverteilung festgelegt wird. Die Aufgabenverteilung muss bekannt gemacht werden. Die Mitglieder des Landesvorstandes sollen aus allen Regionen Niedersachsen kommen. Der Landesvorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind.

Der Landesvorstand wird von der zweiten ordentlichen Landesmitgliederversammlung eines Jahres für eine Amtsdauer von einem Jahr gewählt. Die Amtszeit endet für alle Mitglieder – auch für Nachgewählte – mit der zweiten ordentlichen Landesmitgliederversammlung im darauffolgenden Jahr oder durch Abwahl. Der Landesvorstand ist der Landesmitgliederversammlung gegenüber rechenschaftspflichtig.
Wiederwahl in den Landesvorstand in Folge ist dreimal, in das selbe Amt nur einmal möglich.. Halbjährige Amtszeiten werden bei der Wiederwahlregelung nicht berücksichtigt. Die Mitgliedschaft einer Person im Landesvorstand darf vier Jahre nicht überschreiten.

Mitglied im Landesvorstand kann nicht werden, wer:

  1. Mitglied im Vorstand der GRÜNEN JUGEND Bundesverband ist
  2. Mitglied in einer anderen Partei außer Bündnis 90/Die Grünen, in einer anderen Parteijugendorganisation oder einer Partei nahestehenden Jugendorganisation ist
  3. Mitglied in der IGEL-Redaktion der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen ist
  4. Mitglied im Landesvorstand Niedersachsen oder im Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  5. Mandatsträger*in im niedersächsischen Landtag, im Bundestag oder Europaparlament ist
  6. in einem beruflichen oder finanziellen Abhängigkeitsverhältnis zur GRÜNE JUGEND Niedersachsen steht.

Wer macht was?

Die Aufteilung der Zuständigkeiten wird von jedem Landesvorstand in der ersten Vorstandssitzung neu besprochen. Momentan läuft es wie folgt:

Die Zuständigkeiten für LAKs und Ortsgruppen sind möglichst gleichmäßig auf alle LaVo-Mitglieder verteilt. Die einzelnen Personen sind dann Ansprechpartner*innen für Ortsgruppen und stellen sich diesen vor, bieten Hilfe an, schauen bei Treffen vorbei etc.

Im LaVo hat man die Chance den Verband nach außen zu repräsentieren und eigene Erfahrung in die Strukturen zu tragen. Das kann heißen, dass man Seminare organisiert, sich an Diskussionen zu Pressearbeit beteiligen kann oder Reader und andere Bildungsmaterialien erstellt und teilt. LaVo-Arbeit bedeutet aber vor allem auch immer aufeinander zu achten, sensible und klare Kommunikation umzusetzen und auch zu den Ortsgruppen in Kontakt zu stehen. All das kann einen großen Teil deines Alltags füllen, aber hängt auch von deiner persönlichen Bereitschaft ab, etwas zu tun. Es kann auch wichtig sein, einmal „Nein“ zu Dingen zu sagen. Vor allem Wochenenden werden sehr GJ-lastig. Alles in allem ist die Vorstandsarbeit also eine mega spannende Herausforderung mit verschiedenen Partizipationsmöglichkeiten. 

Sprecher*innen:

Der*die Sprecher*in ist dafür Zuständig unsere Beschlüsse und Positionen nach außen zu tragen und nach innen zu vermitteln. Dazu sollte sie*er täglich die Presse und immer die Beschlusslage im Kopf behalten. Auch bedarf es der regelmäßigen Kommunikation in den LaVo und die Basis. Du hast die Chancen deine Fähigkeiten im freien Sprechen und kreativem Schreiben zu nutzen. Auch auf negative Resonanz solltest du eingestellt sein, politisches networking gehört oft auch dazu. Sprecher*in zu sein ist sicherlich eine große Herausforderung, die du aber auch auf deine persönliche Art angehen kannst. Einiges musst du dabei sicherlich beachten, aber vieles bleibt dir überlassen.

 

Politische Geschäftsführung (PolGF):

In diesem Amt bist du dafür zuständig, das die Verbandsarbeit reibungslos läuft, die Tagesordnungen stehen und keine Mails oder Anfragen an den LaVo übersehen werden oder unbeanwortet bleiben. Oftmals arbeitet die politische Geschäftsführung im Hintergrund und erlangt nach außen weniger Aufmerksamkeit als beispielsweise die Sprecher*innen. Sie bleibt dafür aber viel mit den Mitgliedern des LaVos und mit der Landesgeschäftsstelle in Kontakt . Dennoch sollte auch ein PolGF den Überblick über inhaltliche Positionen und Tagespresse behalten. Ansprechbarkeit bei verschiedenen Fragen (Wo kann man das Seminar doch noch machen? Geht das aus unser Satzung hervor?..) macht aus diesem Amt einen Full-Time-Job. Dieser kann aber sicherlich viel Spaß bereiten, wenn du daran interessiert bist den Verband organisatorisch zu leiten und die Fäden in der Hand zu behalten.

 

Schatzmeister*in:

Für diesen Job musst du nicht besonders gut rechnen können, höchstens mit einer Taschenrechnerner-App solltest du umgehen können. Viel wichtiger ist ein Talent zum Überblick behalten und kalkulieren. Dazu gehört vorallem im Blick zu behalten welcher Haushaltstopf gerade wie belastet ist. Du wirst einige Arbeitsfelder kennenlernen, die die anderen LaVoMis nicht zu Gesicht bekommen und tiefe Einblicke in die Verbandstruktur erhalten. So ist der*die Schatzmeister*in beispielsweise Mitglied im Bundesfinanzrat (BuFiRa) des Grüne Jugend Bundesverbandes. Viele verschiedene Menschen werden dich unterstützen und dich in verschiedene Methoden einführen. Nebenher kannst du auch Zeit für eigene Projekte und Ideen investieren. 

 

Beisitzer*innen:

Dieser Job ist freier zu gestalten als die anderen LaVo-Positionen, du bist nicht Teil im sogennanten „geschäftsführenden Vorstand“. Du kannst deine Projekte weitestgehend selbstbestimmt wählen und durchführen. Zudem bist du Teil des Entscheidungsgremiums, musst deshalb zuverlässig, möglichst politisch versiert, erreichbar und flexibel sein. Auch dieses Amt hat meistens ein hohes Zeitpensum, denn als Beisitzer*in bist du auch dazu aufgefordert den geschäftsführenden Vorstand in bestimmten Arbeitsfeldern zu entlasten. Durch Präsenz bei verschiedenen Sitzungen und der konkreten Organisation von Aufgaben, wie der Seminarorga oder Readererstellung, bist du auch in diesem Job ausführende Kraft. Auch die persönliche Perspektive auf die Entscheidungen des Vorstandes machen diesen Job zu etwas Aufregendem. Der Beisitzer*innen-Job bietet die Möglichkeit zum intensiven Schnuppern in die verantwortungsvolle Arbeit des LaVos ohne staatstragende Verpflichtung. 

F*IT- und genderpolitische*r Sprecher*in:

Der*Die F*IT- und genderpolitische*r Sprecher*in hat die Aufgabe, geschlechterspezifische Strukturen in der Grünen Jugend kritisch zu hinterfragen und der strukturellen Benachteiligung von Frauen*, Inter und Trans entgegenzuwirken. Zusammen mit dem Basismitglied aus dem F*IT- und Genderteam organisiert mensch das Genderseminar und andere (queer)feministische Aktionen und arbeitet an Konzepten zur F*IT-Förderung. Dieser Job kann mitunter manchmal sehr nervenaufreibend sein, denn auch in der GJ begegenen wir patriarchalen und sexistischen Strukturen, die es zu überwinden gilt. Dieses Amt erfordert einiges an emotionaler Arbeit und es braucht Durchhaltevermögen und Awareness.
Weitere Infos zum F*IT- und Genderteam findest du weiter unten!

Sonstige Ämter die zur Wahl stehen:

FIT*- und Genderteam:

Das FIT*- und Genderteam untersucht kontinuierlich geschlechterspezifische Strukturen der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen und wirkt der strukturellen Benachteiligung von FrauenInterTrans*Personen im Verband entgegen. (2) Das FIT*- und Genderteam besteht aus zwei Personen. Eine Person wird von der FrühjahrsLMV aus dem Landesvorstand heraus gewählt, ihr*e Partner*in wird ebenfalls auf der Frühjahrs LMV gewählt und darf nicht Mitglied des LaVos sein.

Europa-Wahlkampteam:

Auf der letzten Mitgliederversammlung haben wir die Einsetzung eines sechsköpfigen Wahlkampfteams zur Europawahl 2019 beschlossen. Folgender Beschluss bildet hierfür die Grundlage:

„Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen wählt auf der nächsten regulären Landesmitgliederversammlung im Herbst 2018 ein sechsköpfiges Wahlkampfteam, um so gut organisiert in den Europawahlkampf 2019 starten zu können.

Gemeinsam mit dem Landesvorstand und in Rücksprache mit den Planungen des Bundesverbandes soll eine Kampagne zur Unterstützung junggrüner Kandidat*innen für die Wahl zum Europäischen Parlament erarbeitet werden. Entscheidungen mit finanziellen Auswirkungen oder Öffentlichkeitswirksamkeit werden dabei vom Landesvorstand final getroffen. Ein Konsens mit dem Wahlkampfteam ist verstärkt anzustreben.“

 

Igel-Redaktion:

Der Igel ist das Mitgliedermagazin der GJN. Er erscheint regelmäßig, mindestens aber zweimal im Jahr und wird von allen Mitgliedern der GJN gemeinsam geschrieben. Die Igel-Redaktion koordiniert die Beiträge und erstellt die endgültige Fassung, welche an die GJN-Mitglieder verschickt wird.Die Redaktion kümmert sich darum, dass der IGEL zweimal im Jahr erscheinen kann. Einmal im Jahr wird auf der Landesmitgliederversammlung eine neue Redaktion, welche aus vier bis sechs Redakteur*innen besteht, gewählt. Wer Mitglied im Landesvorstand ist, darf nicht gleichzeitig Teil der Igel-Redaktion sein.